<h1>Blues Sisters Frankfurt</h1> <h2>Selbsthilfegruppe für Frauen mit postpartalen Problemen in und um Frankfurt am Main und im gesamten Rhein-Main-Gebiet</h2> <p>Postpartale Probleme, oft fälschlicherweise Postnatale Depressionen, Postpartale Psychose, Postnatale Psychose oder Wochenbettdepression genannt, werden im Volksmund als <a href="babyblues.htm">Babyblues</a> bezeichnet.</p> <p><a href="unsere_gruppe.htm">Unsere Selbsthilfegruppe</a> will betroffenen Müttern und deren Familie helfen.</p> <p>Mit zahlreichen <a href="hilfe.htm">Adressen und Links</a>, <a href="literatur.htm">Literaturempfehlungen</a> und <a href="termine.htm">aktuellen Terminen</a> möchten wir Ihnen helfen.</p> <p>Nehmen Sie <a href="kontakt.htm">Kontakt</a> mit uns auf!</p>

Babyblues, postpartale Depression und Psychose

Postpartale Probleme lassen sich grob in drei Kategorien aufteilen: den Babyblues, die postpartale Depression und die postpartale Psychose. Die einzelnen Erscheinungsformen können jedoch auch fließend ineinander übergehen.

Babyblues

Bei ungefähr 50 bis 80 Prozent der Mütter tritt in den ersten 10 Tagen nach der Entbindung ein kurzfristiges Stimmungstief, der so genannte Babyblues, auf. Typisch dafür sind hohe Empfindsamkeit, plötzliche Stimmungsschwankungen und häufiges Weinen.

Ursache sind in erster Linie die drastischen hormonellen Veränderungen nach der Entbindung. Oft spielen aber auch psychische Faktoren wie z.B. Sorgen und Ängste sowie der Abschied von der Schwangerschaft eine Rolle. Geburtskomplikationen und Stillprobleme können ebenfalls ein Auslöser sein.

Der Babyblues bedarf in der Regel keiner medizinischen Behandlung. Wichtige Hilfen für die Mutter sind Verständnis, Zuwendung und Geduld. Hält das Stimmungstief allerdings länger als zwei Wochen an, kann dies ein Zeichen für eine beginnende längerfristige Depression sein.

Postpartale Depression

Die postpartale Depression, von der etwa 10 bis 20 Prozent aller Mütter betroffen sind, kann jederzeit im ersten Jahr nach der Entbindung entstehen. Sie entwickelt sich meist schleichend, kann in manchen Fällen aber auch ganz plötzlich auftreten. Typische Symptome sind z.B. Müdigkeit und Erschöpfung, Traurigkeit und häufiges Weinen, inneres Leeregefühl, Konzentrations-, Appetit- und Schlafstörungen, sexuelle Unlust, Ängste und Panikattacken, Schuld- und Versagensgefühle, zwiespältige Gefühle dem Kind gegenüber, extreme Reizbarkeit sowie Suizidgedanken. Hinzu kommen oft auch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Herzklopfen usw.

Die Ursachen der postpartalen Depression sind sehr vielfältig und individuell verschieden. Häufig wirkt eine ganze Palette an körperlichen, hormonellen, erbbedingten, psychischen, sozialen und gesellschaftlichen Faktoren zusammen.

Bei einer mittelschweren oder gar schweren postpartalen Depressionen ist auf jeden Fall eine Behandlung durch Fachkräfte notwendig. In einigen Fällen lässt sich ein Klinikaufenthalt nicht vermeiden.

Postpartale Psychose

Die postpartale Psychose ist die schwerste Form der nachgeburtlichen Krise. Sie kommt bei einer bis drei von 1000 Müttern vor und entsteht vorwiegend in den ersten zwei Wochen nach der Entbindung, in einigen Fällen aber auch erst später. Bei dieser Erkrankung verliert die betroffene Frau teilweise oder ganz den Kontakt zur Realität. Symptome dafür sind z.B. extreme Antriebssteigerung und Verworrenheit, Angstzustände und Teilnahmslosigkeit oder Halluzinationen und Wahnvorstellungen.

Die möglichen Ursachen sind wie bei der postpartalen Depression vielfältig und individuell verschieden.

Eine postpartale Psychose muss auf jeden Fall medizinisch behandelt werden, da ansonsten sogar Gefahr für das Leben von Mutter und Kind entstehen kann.